Gesehen: „The Chemical Brothers“ Foire aux Vins Colmar.
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Die Chemical Brothers, einst Mitte der Neunziger (zusammen mit Bands wie Fatboy Slim, The Prodigy und The Crystal Method) die Vorreiter in Sachen Big Beats, gaben sich die Ehre im wunderschönen Atrium in Colmar.
Die ehemaligen Resident DJs im Londoner Club "The Heavenly Social" in ihrer speziellen Mischung von Acid, Techno, House und Break Beats gelten als Wegbereiter des Genres und hatten in den ausgehenden 90er Jahren mit Platten wie „Exit Planet Dust“ ihre größten Erfolge, zumal diese Musik auch in Filmen wie "The Matrix" ihren Niederschlag fand. Gastsänger wie Q Tip, Tim Burgess (Charlatans) oder Richard Ashcroft (die Liste ist lang) zeigen ihre breite Hinterlassenschaft speziell in der Englischen Musikszene.
Inzwischen sind die Hoch-Zeiten des Techno und der elektronischen Musik wohl passé, aber was Tom Rowlands und Ed Simons in die sommerliche Atmosphäre des Colmarer Abends fabrizierten, klang wie ehemals frisch, neuartig und aufregend.
Hinter riesigen Türmen von Equipment kaum zu sehen, betraten die zwei fast pünktlich um 21.30 die Bühne. Begeistert wurden sie vom französischen Publikum empfangen und entfesselten ein Feuerwerk an Sounds und Videoprojektionen, die keine Zeit zum Luft holen ließen.
Sich im Beat wiederholende Figuren und Laserprojektionen vom Feinsten brachten das Publikum zum Abfeiern. Mit alt bewährtem und neuem Material von ihrer 2007 erschienen Platte „We are the Night“ überzeugten die aus Manchester stammenden Jungs soundtechnisch wie visuell. Ein tolles, wenn auch für manchen Fan etwas kurzes Konzert. Sehr empfehlenswert.

