19.09.2007 Köln
Gehört: Tommy Reeve "On my mind"
![]() Tommy |
Das Debutalbum "On my mind" von Tommy Reeve erzählt vom Leben und insbesondere von der Liebe. Der smarte Münchner Mulitiinstrumentalist ist vermutlich das, was man als einen Durchstarter bezeichnet. Sein Erstwerk wurde nämlich gleich beim Major Universal veröffentlicht, und zeigt sich trotzdem facettenreich.
Wer die erste Singleauskopplung des Debuts, "I'm sorry", einmal gehört hat, wird sie so schnell nicht wieder aus seinem Kopf verbannen können. Ein richtiger Herzschmerzsong, mit dem der gutaussehende Tommy Reeve mit Sicherheit alle Frauen um den kleinen Finger wickeln wird. Groovende Basslinien, funkigen Schlagzeugparts, Hammondorgel und ein absolut wunderbarer Refrain machen aus "Can't stop falling" eine echte Tanznummer die ganz klar zu den Perlen des Debutalbums gehört. "Fall back on me" oder "Day by day" zeigen die Songwirter-Seite Tommy Reeves. Hauptsächlich von Stimme und Klavier getragen, können diese Songs minimalistisch überzeugen und gehen unter die Haut. "21st Century" teilweise mit Kopfstimme, die an einigen Stellen an Prince erinnert, gesungen, groovt wirklich und präsentiert durch funky Bläsersätze und abwechslungsreiche Vocals die Vielseitigkeit dieses Albums. Eingängige Beats und ein stimmiger Refrain machen den Song für mich zum Anspieltipp. Der Titelsong "On my mind" fällt dagegen verdammt poppig aus. Mir persönlich klingt das mit Synthiesound leicht überladene Stück zu sehr nach One-Hit-Wonder und Weichspülpop.
Kritisch betrachtet beinhaltet "On my mind" textlich sicherlich genügend Herzschmerz für zwei Platten. So mancher Song auf dem Debutalbum des smarten Münchners wirkt zudem etwas weichgespült und krampfhaft auf Radiotauglichkeit poliert. Mache Synthie-Streicher Parts hätten getrost gestrichen werden können. Aber auch wenn dieses Album mit Sicherheit auf seine Chartskompabilität hin produziert wurde, kann man Tommy Reeve nicht absprechen, dass er durchaus Potential besitzt. Die Live-DVD, zeigt, dass mit diesem jungen Mann in Zukunft noch zu rechnen ist, denn auf der Bühne präsentiert er sich absolut authentisch und vor allem äußerst sympathisch als Musiker und Frontmann.



