Preview: Heavy Xmas Festival am 22.12.2007 Schwarzwaldhalle Grafenhausen
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Zum Fest präsentiert Bunker e.V. das Heavy Xmas Festival 2007. In der Stadthalle Grafenhausen. Regiomusik verlost 2 x Eintrittskarten für das Heavy Xmas Festival am 22.12.2007. Einfach eine Mail mit dem Betreff "REGIOMUSIK Heavy Xmas Festival" im Betreff und Deinem vollen Namen in der Mail bis zum 20.12.2007 an webmaster@regiomusik.de schicken.
Mehr infos unter www.heavy-xmas.de
Mit von der Partie sind folgende Bands.
Sleeping Rage
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Einprägende, harte Riffs, tiefer gestimmte Gitarren und rockige Melodien prägen den Sound von Sleeping Rage mit Larry Wißler, Maximilian März, Philipp Morat und Martin Müller und regen zum Headbangen an. Die Band besteht seit Ende 2004, spielt jedoch in der heutigen Besetzung erst seit Sommer 2006 zusammen. Sleeping Rage will nicht die Musik machen, die es schon so weit verbreitet an jeder Ecke gibt, sondern sich von anderen Bands abgrenzen und so entstand im Laufe der Zeit ein Musikstil, der sich am ehesten bei Alternative-Metal einordnen lässt.
Damit alles reibungslos verläuft, erfüllt jeder seinen Part gewissenhaft. Gitarrist Maximilian kommt fast jede Probe mit neuen Ideen und Gitarrenriffs. Sänger Larry beschäftigt sich mit den Texten. Wichtig sind hier politische Themen, Gefühle und Themen, die einen gerade beschäftigen. Die Band will ihren Zuhörern den Spaß an der Musik vermitteln und ihre eigenen Meinungen hervorbringen. Zusammen mit Drummer Martin und Bassist Philipp werden die Ideen dann in den Proben zusammengefügt und zu fertigen Stücken arrangiert. Ein Song lebt mit der Band weiter und so werden immer wieder Verbesserungen, Änderungen und Ergänzungen vorgenommen. Beim Komponieren lassen sich die vier Jungs bewusst auch von anderen Musikrichtungen beeinflussen. Die auf Dropped-D Tuning gestimmten Gitarren, der tiefe Bass, Larrys röhrende Stimme und die druckvollen Drums verleihen Sleeping Rage einen typischen Charakter.
Scopezero
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Scopezero wurden 2004 gegründet mit dem Ziel einfach strukturierte, kraftvolle Songs zu schreiben. Das Trio wird von verschiedensten musikalischen Einflüssen geprägt. In ihre Songs lassen sie Elemente aus Rock, Punk und Metal einfliessen. Daher lassen sie sich nur schwer in eine Schublade stecken. Scopezero- Songs rollen nach vorn und funktionieren live sehr gut. Scopezero kommen aus Jestetten und ist die zweite Regioband an dem Abend.
POWERWOLF
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2005 drang ein bislang gut gehütetes Geheimnis namens POWERWOLF mit dem Debüt “Return In Bloodred” in die Metal-Szene ein. Unheimlich abgefahren und so wild, wie es nur echter Metal sein kann, brachte dieses Album gespenstische, aber eingängige Hymnen mit Gänsehaut-Horror-Atmosphäre sowie schreiende Metal-Party-Garantie!
Vom charismatischen Maestro Attila Dorn, dessen Wurzeln nach Rumänien zurückreichen, angeführt, konnten die Wölfe schon schnell von sich und ihren einzigartigen, gefeierten Live Shows reden machen.
Songs wie “Mr. Sinister” oder “The Kiss Of The Cobra King” atmen den Geist der Essenz, worum es beim Heavy Metal geht und zollen den Urvätern, böser, harter Musik Tribut, ohne retro zu klingen.
Nach der Veröffentlichung von “Return In Bloodred” betraten die Wölfe die Festivalbühnen und hinterließen ihre Spuren auf solchen Events wie dem Summer Breeze oder Metal Blade Europa’s 10. Jubiläums-Festival. Bevor man eine Europa-Tour mit den deutschen Legenden von GAMMA RAY im Oktober hinlegte.
Im Juli kamen die Wölfe zurück, um noch einige Festivals zu spielen, mit dabei der gefeierte Auftritt auf dem wohl renommiertesten Heavy Metal-Festival – dem Bang Your Head!
Ohne sich eine Pause zu gönnen, begannen sie recht schnell, an dem Nachfolger zu “Return In Bloodred” zu arbeiten. In ihrem venebelten Proberaum eingeschlossen, bestritten Attila und die Wölfe einen erlösenden Kampf, der sie zum Kern ihrer Passion führte: “Immer, wenn die fünf Individuen, die POWERWOLF ausmachen, zusammen kommen, spüren wir ein starkes Band, das weit über die Grenzen unserer Passion für Metal hinaus geht – es ist etwas spirituelles, manche würden wohl sogar sagen, es ist etwas religiöses.“ So Organist Falk Maria Schlegel. “Metal ist eine Lebenseinstellung – Metal ist Religion! Nur darum geht es!”
Besessen von dieser Überzeugung, begaben sich die Wölfe in eine viermonatige Songwriting-Phase. “Es war ein wirklich emotionaler Prozess. Ich habe mich noch nie einem Stück Musik so sehr gewidmet und verschrieben, wie in diesem Fall.“ reflektiert Attila Dorn. Bis zum Schluss hat die Band nun zehn brandneue Stücke geschrieben, die da weitermachen -und noch weitergehen-, wo “Return In Bloodred” aufgehört hat: Songs wie "We Take It From The Living" oder "Prayer In The Dark" zeigen alle typischen POWERWOLF-Markenzeichen, beinhalten gleichzeitig noch mehr melodische Dichte wie auch stampfende Heaviness und noch mehr epische Momente als jemals zuvor.
Um dem spirituellen Feeling der Platte Tribut zu zollen, nahmen POWERWOLF Teile des neuen Albums in einer Kapelle aus dem 12. Jahrhundert auf. "Es war gespenstisch. In einer Kirche aufzunehmen, das kann man nicht mit dem Studio vergleichen. Man kann die Geschichte atmen und spüren und es war der inspirierendste Ort, den wir uns für die Entstehung des Albums aussuchen konnten." so Matthew Greywolf. "Auf dem Titeltrack sowie auf "In Blood We Trust" haben wir mit einem 30köpfigen Chor gearbeitet, was unglaublich war."
Für den Mix ging man schließlich ins berühmte Studio Fredman in Schweden, wo Fredrik Nördström (der auch für den Sound auf “Return In Bloodred” verantwortlich zeichnet) die Finger an die Knöpfe und Regler legte, um dem Album den stampfend heftigen Sound zu verpassen
Textlich bringt man die Schriften der Bibel und die Dogmen des Metal näher - "Lupus Dei" zeigt alles, worum es bei POWERWOLF geht: Gruselige Horror-Atmosphäre, gespenstischen Orgel-Wahnsinn, Attila's einmal mehr unglaubliche und einzigartige Gesangsleistung - und mehr als das: ZEHN EXTREM EINGÄNGIGE METAL-HYMNEN, DIE SCHON BALD VON VIELEN WOLF-ABHÄNGIGEN SEELEN IN DIE NACHT GEHEULT WERDEN!
Vater, der Du bist im Himmel – unser täglich Metal gib uns heute!
HAGGARD
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Fordernd umspielt der Hauch des Windes ihr rotes Haar, streift über ihr mattes Gesicht auf dem, vom fahlen Mondschein erleuchtet, eine einsame Träne hinabgleitet. Die grölende Masse um sie herum verstummt, als der Inquisitor die letzten Worte zu ihr spricht, die sie jemals vernehmen wird, bis ein beißender Schmerz sich durch ihren geschundenen Leib windet. Mit einem Male erstrahlt der Platz in grellem Licht, und sie spürt wie die Flammen des Scheiterhaufens die armseligen Kleider von ihrem Körper zehren ...
Ihren gellenden Schrei drücken Haggard in einem ebenso düsteren Grunten aus, das gleichzeitig von einem schweren Gitarren- und Schlagzeuggewitter begleitet wird – die Qual der Verurteilten wird zu einem brachialen, musikalischen Sturm. Schon im nächsten Moment zerfließt die metallene Härte und sanfte Streicher und der liebliche Klang einer Harfe verkörpern das bittere Weinen derer, die um das Leben der Verdammten trauern. Wie keine andere Band verstehen es Haggard Stimmungen, Gefühle und Geschichten in emotionale Klangwelten zu verwandeln. Zur gleichen Zeit fordert die in München aus der Taufe gehobene Truppe die volle Aufmerksamkeit ihrer Hörer, verführt aber gleichermaßen zum Treibenlassen in einem Strom voll prächtiger Melodien, zarter Empfindungen und wütender Gewalt.
Was 1991 als experimentelles Death-Metal-Quartett begann, mündete schon vier Jahre später in klassische Bahnen, indem man eine Violinistin, eine Cellistin, eine Sopranistin und einen Pianisten fest in die Band integrierte. Mit Hilfe dieser neuen Instrumentierung war es Asis Nasseri, dem geistigen Gründungsvater und Inspirationsquell von Haggard, möglich seine Ideen und Träume noch greifbarer umzusetzen, was dahin führte, dass man bei der Veröffentlichung des Debütalbums „And Thou Shalt Trust ... The Seer“ 1997 bereits auf ein stattliches Orchester von 16 Musikern angewachsen war.
Trotz der klassischen Bandbreite entfernte man sich niemals von den Wurzeln des Death Metals, sondern verwob beide Stilrichtungen gekonnt zu einem schöpferischen Mosaik orchestralen Metals. Den musikalischen Spielraum, den ein Orchester in Verbindung mit harten Gitarreneinsätzen und hämmerndem Schlagzeug bietet, wusste Haggard schon von Beginn an eindrucksvoll zu nutzen, was sich in eingängigen aber dennoch komplexen Kompositionen niederschlägt – zahlreiche Breaks reißen den Hörer in ein einzigartiges Klangerlebnis hinein, lassen ihn eine Springflut der Emotionen erleben, einen Taumel der Sinne.
Gesanglich setzt man ebenfalls auf ein antagonistisches Wechselspiel aus Asis Nasseris düsteren Grunts und den filigranen klassischen Stimmen zweier Sopranistinnen, um nicht nur eine gänsehautschaffende Atmosphäre zu erwecken, sondern gleichsam auf glaubwürdige und überzeugende Weise eine mitreißende Story zu erzählen. Schon bei ihrem Erstling orientierten sich Haggard an der Geschichte, was sie mit ihrem zweiten Erfolgsalbum „Awaking the Centuries“ ein weiteres Mal unterstrichen. Ausgereifter und mit einer hervorragenden Produktion ließ man den französischen Astrologen Michel de Notredame - besser bekannt als Nostradamus - aus seinen düsteren Prophezeiungen auferstehen und hauchte seinen lyrischen Visionen einen mystischen, auditiven Funken ein, dessen Energie sogar bis in die Neue Welt reichte; zwei große Tourneen führten das Ensemble bis nach Mexiko, wo man die sagenhafte Stimmung von Haggard in Bild und Ton auf der DVD „Awaking The Gods“ festhielt.
Mit „Eppur Si Muove“ (ital. „und sie [die Erde] bewegt sich doch”) nimmt sich die mittlerweile auf 20 Damen und Herren angewachsene Band nun der historischen Figur Galileo Galileis an und lädt zu einer dritten Reise in die Vergangenheit unserer Erde ein. Im 16. Jahrhundert stellte sich der italienische Philosoph und Mathematiker Galileo gegen das kirchliche, geozentrische Weltbild und behauptete, dass sich die Erde um die Sonne, nicht die Sonne um die Erde drehe. Wie jeder, der sich gegen die göttliche Wahrheit stellte, wurde auch er von der Kirche dafür verurteilt.
Nach drei Jahren Schaffenspause verwandeln Haggard ihre Ideen nun plastischer als je zuvor in ein fulminantes Epos: Die sprachliche Authentizität verstärkt man durch die Verwendung von italienischen, deutschen, lateinischen und englischen Lyrics, das Klangbild verfeinert man durch ein erweitertes Instrumentarium, wie beispielweise einem Flügel, und die Kompositionen sind direkter, griffiger und treibender, ohne ihre versierte Verspieltheit einzubüßen.
Galileos Geschichte voller Träume, Glauben, Hoffnung, Demütigungen und Irrlehren erwecken Haggard zu einem atemberaubenden, musikalischen Eigenleben voller Kraft und Zerbrechlichkeit, voller Pathos und Sensibilität, voller Brachialität und Sanftheit und nicht zuletzt voller Eigenständigkeit. Denn Haggard haben, wie Galilio auch, immer an sich selbst geglaubt und sind ihren eigenen Wünschen und Idealen gefolgt.
Autor: Peter Sailer






