Regiomusik das Musikportal: Gehört: DARKEST REIGN "Here comes the Pain"


29.07.2008  Biberach

Gehört: DARKEST REIGN "Here comes the Pain"


Vorab; Was Darkest Reign mit ihrem ersten Album vorlegen, ist stabiler, bodenständiger Metal. Handwerklich vortreffliche, gut produzierte (wenn auch die Klangfarbe etwas schlecht ist, und in "From the Cradle to the Grave" zeitweise die Vox zu verschwinden scheinen) Musik, ein ansehnliches, Metal-typisches Artwork, mit wirklich extrem gelungenem Cover, sind die Attribute des Silberlings.

Aber; was fehlt ist ein wenig die Abwechslung.

 

Mal von vorn.

Zwischen Januar und April 2008 verschanzten sich Darkest Reign, a.k.a. Stefan Mohr (vox), Rudi Danner (Gitarre und Produktion), David Bredlow (Gitarre), Morris Dannenberger (Bass) und Volker Gerster (Drums), in den Blood Rose Studios in Ehingen, und bannten schreddernde Riffs, packende Soli, treibende Melodic-Drums auf CD.Dem Ergebnis dieser Arbeit gaben sie den Namen "Here comes the Pain". Neun Songs, mit einer Gesamtlänge von 41:06 Minuten, die für einen Metaler mit Geschmack und Hang zu wahrer Handmade-Music genau das richtige sind.

Die Texte sind kritisch, machen eigentlich vor nichts halt. Gesang und Instrumente harmonieren wunderbar. Man merkt, diese fünf Schwaben haben Spaß bei dem was sie machen. (was man auch aus den Danksagungen im mehrfarbigen Hochglanzbooklet erfährt). Nur hapert es hier und da mit der Individualität zwischen den Songs. Und wohl auch mit dem letzen Schwung, um die Hörer auf dem heimischen Teppich tanzen zu lassen.

 

Der erste Streich der Band ist es gewiss nicht. Im Jahr 2003 brachten sie, noch unter dem Namen Dark Rain (den sie wegen eines drohenden Rechtsstreites ändern mussten), das Demo "No Compromises" ans diffuse Licht der Welt, und ernteten damit großes Lob. Seit dem gab es unzählige umjubelte Konzerte, Festivalauftritte und der Gleichen mehr. (im Herbst sind Darkest Reign auf dem Dynamite-Mind Festival zu sehen und vor allem zu hören [Page geht erst demnächst online]) Schön wäre es, käme diese Leidenschaft auf "Here comes the Pain" mehr zum Zuge.

Tipps sind lediglich "From the Cradle to the Grave" (auch trotz dem teils weg-gemixten Gesangs), und "Borderline Disease". Letzterer, weil er der wohl härteste Song von "Here comes the Pain" ist.

Schöne Melodien, gespickt mit sauberen Soli, und Drums die definitiv das Prädikat "Metal" verdient haben.

 

Der Gesamtstil von Darkest Reign liegt wohl irgentwo im Niemandsland zwischen Power- , Speed-, Melodic- , und Heavymetal. Obwohl der Heavy am ehesten durch die Färbung von Stefan Mohrs Stimme hergeleitet werden kann.

"Here comes the Pain" ist amtlich, aber nicht hart. Sehr gut gemacht, aber nicht berauschend. Mir persönlich gefällt die Platte, Freunde der dampfwalzenartigen Musikrichtung jedoch sollten vielleicht vor dem Genuss den Bass geringfügig aufdrehen. Zu mehr als 3 Kopfhörern reicht es nicht, allemal aber haben Darkest Reign mit ihrem Debüt, welches unter www.g-point-records.de für 7,- (+Verpackung + Versandt) zu erstehen ist, bewiesen das sie Metalspähne galore im Blut haben.

 

20.11.2011 Berlin

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