14/04 2007

Gesehen: ENSIFERUM, NAILDOWN und FINSTERFORST, 11.04.07, Crash Freiburg


Das abendliche Konzert ging ziemlich pünktlich um kurz nach 21 Uhr los. Den Anfang machten die aus der Regio stammende Band FINSTERFORST, die sich mittlerweile ja schon einen gewissen Bekanntheitsgrad angeeignet hat. FINSTERFORST spielten sowohl "alte" Stücke von ihrer Demo "Wiege der Finsternis" als auch neues, was sie im Sommer mit Ihrem ersten Album veröffentlichen werden. Die Band um Marco Schomas heizte der Menge ordentlich ein, brachte das Publikum zum kochen und hinterlies somit der 2. Band des Abends NAILDOWN (Helsinki, Finnland) eine gut an geheizte Crowd.

 

Jedoch konnten NAILDOWN die Stimmung trotz ihrer musikalisch sehr hochwertigen Leistung nicht halten. Bis zum Ende Ihrer Show war die Tanzfläche im Crash nichtmehr so voll wie anfangs. Trotzallem gab es noch einige begeisterte Zuschauer. Als ich ein paar Leute von NAILDOWN am folgenden Tag in der Innenstadt getroffen habe, erzählten diese mir zumindest, dass ihnen der Abend sehr gut gefallen hat und sie im allgemeinen auch von der Stadt an sich begeistert sind.

 

Nach circa 20 minütigem Umbau auf der Bühne war der langersehnte Hauptakt des Abends da, ENSIFERUM. Diese ebenfalls aus Helsinki stammende Band mit drei Songs Ihrer neuen CD "Victory Songs". Sänger und Gitarrist Petri Lindroos verstand es sehr gut die Menge zum toben zu bringen. Es entstand eine atemberaubende Atmosphäre und die Stimmung schwappte bis in die letzte Reihe über. Um die Stimmung weiter hoch zu halten spielten ENSIFERUM auch alte Stücke welche wie Bomben einschlugen. Es war herrlich. Trotz aller Professionalität unterlief der Band im laufe eines Songs dann trotzdem mal ein Spielfehler, der aber der Zuschauer-Reaktion nach zu urteilen nicht weiter aufgefallen war. Genau wie es wohl vielen nicht aufgefallen ist, dass der neue Frontman Petri die ursprünglichen Soli von Jari Mäenpää (Ex-ENSIFERUM, jetzt Wintersun) zum Teil nicht übernommen hat, sondern eigene Soli eingebaut hat. Mit der letzten Zugabe, "Battlesong" vom ersten Album, brachte ENSIFERUM dann noch einmal einen Song zum abgehen und die Zuschauer konnten zufrieden und entkräftet an die frische Luft.

 

Als Fazit bleibt zu sagen, ENSIFERUM ist wie viele Bands in diesem Genre auf kleinen Bühnen viel besser aufgehoben als auf großen Festivalbühnen.

 

Patrick Banholzer (TILL THE END)