06.02.2008 Freiburg
Gesehen: TEN VOLT SHOCK und ELECTRIC ELETRIC im White Rabbit, 4.02.
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Als die Jecken schon nach Hause wanken, startet andernorts erst die Party. Im White Rabbit, Freiburgs neuer Oase für Livemusik, sorgt der gute Noiserock von TEN VOLT SHOCK und der abgefahrene Sound von ELECTRIC ELECTRIC aus Strassburg für einen sehr kurzweiligen Konzertabend.
Auf französisch sind ELECTRIC ELECTRIC laut eigener Aussage ein: "Duo hyperactif pratiquant l'anarchie et la catastrophe musicale." Auf deutsch könnte man es wohl kaum passender und schöner umschreiben. Die Zwei aus Strassburg pfeifen auf Promotion, Myspace, Merchandising und aktuelle Bandwebsite, machen dafür einfach ihr Ding und fahren drauf ab. Dies Ding ist schwer zu beschreiben. Probiert man es doch, ist es vielleicht ein Mix aus Noiserock, New-School-Hardcore und Techno-Beats.
ist es jedenfalls, das Duo live zu erleben. Der Gitarrist (Name unbekannt) setzt massig Effekte ein, spielt zu Beginn der Songs kurze Riffs ein, die dann geloopt werden, das heißt in einer Schleife wiederholt. Mit neuen Loops und Overdubbing wird der Sound immer dichter, aus einer Gitarre werden Drei. Er zeigt, dass Gitarrespielen eben mehr als Schrammeln und Picking ist und bearbeitet die rote Gibson SG mit Fingern, Tapping und zeigt wie geil Boottlenecks auch bei E-Gitarren klingen können. Die Gitarre gibt den Takt vor, das Schlagzeug übernimmt (!), spielt teils treibende Technobeats, teils vertrackte Jazzrhythmen. Sehr elektrifizierend, vor allem weil man im White Rabbit auf Augenhöhe (oder über der Bühne) steht und so fast mittendrin ist, und hinter, vor oder über der Bühne von der wilden Show und der intimen Atmosphäre viel mitbekommt.
Wer mehr ELECTRIC ELECTRIC hören will, kann sich hier, ganz legal eine 5-Songdemo downloaden. Ein Album soll in den nächsten Monaten kommen.
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Weniger spektakulär, dafür abwechslungsreicher und kompakter sind dann TEN VOLT SHOCK aus Freiburg. Seit 2000 ist das Trio aktiv und hat seither 2 Longplayer auf X-Mist und eine „7“ rausgebracht. Mit extrem ROCKENDEM (mal bitte nicht als Floskel und Lückenfüller verstehen) Sound, runden Songs und beständiger Live-Präsenz haben sich Frank Otto, Mario Störkle und Markus Brengartner schon seit längerem einen respektablen Ruf in In- und Ausland erspielt. Vor allem in der belebten Postpunk/Hardcore- Szene in Frankreich sind TEN VOLT SHOCK gern gesehen Gäste. Das resultierte auch in einer ausgedehnteren Frankreichtour in 2007, auf der sie vom Freiburger Filmemacher Hansi Breier begleitet wurden, der seine Impressionen auf Kamera festhielt und jetzt auf der 45-minütige Tour-DVD "Some days in france" veröffentlicht wurde. Von der DVD gibt’s leider nichts zu sehen, deswegen unten auch der Trailer als kleiner Vorgeschmack.
Auf der Bühne sind TEN VOLT SHOCK voll in der Musik. Kein unnötiges Gelaber zwischendrin, die Songs sehr straight und unaufgeregt gespielt. Die Gitarre dominiert, darunter viel Bass mit feinen Hooklines und ein tightes Schlagzeug mit vielen Breaks und viel Power gespielt. Zwischendurch mischt sich auch der ein oder andere Melodiebogen in den Gesang ein. Sonst herrscht eine Mischung aus Wut und Gelassenheit. Im Publikum kommt das Bestens an, gute Stimmung die mit dem Ende des Konzerts ihren Höhepunkt erreicht.
Tolle Bands, volles Haus, fairer Preis - kann man alles nur weiterempfehlen.
Mehr zu TEN VOLT SHOCK:
Das nächste Konzert von d&o concerts:
John Vanderslice - Singer / Songwriter aus den USA am 24.02. im White Rabbit
Mehr interessante Konzerte von d&o concerts in den nächsten Monaten findet ihr auf der Myspace-Präsenz:




