18.02.2008 Freiburg
Gesehen: Releasekonzert DESCEND TO RISE, Mensabar, 15.02.2008
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Hardcore lebt. Dank eines tollen Konzertabends mit A FIGHT CALLED HOPE, FINAL KINGS, AMP und dem guten Support durch die Crowd wurde das Debute-Album von DESCEND TO RISE gebührend gefeiert. Mit „Behind the infinite scenes“ haben DTR ein starkes Album veröffentlicht.
Denn „Behind the infinite scenes“ ist wirklich gut. Elf Songs zwischen derbem und brachialem Screamo und mehrstimmigen Emo-Parts. Die anspruchsvollen lyrischen Texte, teilweise in biblischer Metaphorik, haben Tiefgang und das Zuhören (einfacher das Mitlesen im Booklett) lohnt sich für Menschen jeglicher Glaubensrichtungen. „Behind the infinite scene“ ist ein Album, das sowohl mit soundtechnischer Qualität und Vielfalt als auch mit der emotionalen Kraft beeindruckt. Musik die trotz der vermeintlichen Aggressivität und Verzweiflung vor allem Melancholie ausstrahlt und positiv berührt. In your face!
Der Auftritt von DESCEND TO RISE an diesem Abend ist nicht weniger überzeugend, wenn auch in anderer Art und Weise. Wie alle haben DTR unter den mittelmäßigen Soundverhältnissen der Mensabar zu kämpfen. Zu wenig Druck und Lautstärke und zu dumpfe Gitarren und Gesang. Es ist vor allem die gute Stimmung und das sympathische Auftreten der fünf Musiker vom Kaiserstuhl. Authentisch und mit viel Freude über die große Unterstützung durch Fans und Freunde. Das Publikum mosht so auch heftig mit und der Abend erreicht mit dem altbekannten „The enemy inside me“ als letzter regulärer Song seinen Höhepunkt. Danach ist dann am Merch-Stand ordentlich was los und der Albumverkauf scheint gut anzulaufen. Auch bei den Kollegen von A FIGHT CALLED HOPE, die mit Shirts und ihrer ersten Demo-EP am Start sind.
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Mit A FIGHT CALLED HOPE steht zu Beginn des Abends ein Newcomer auf der Bühne, den man sich merken sollte. Die fünf jungen Herren aus St. Georgen legen ein ordentliches Metalcore-Brett hin, auf dem sich die Crowd von Anfang an begeistert austobt. Schnell und kompromisslos spielen A FIGHT CALLED HOPE ihre Songs, griffige Gitarrenriffs, gut getimter Einsatz der Doppelbase und ein Shouter, der sein Handwerk versteht. Das Publikum wird effektvoll mit Mitgrölen „Lüge auf Lüge“ und Circle Pits einbezogen. Da passt schon fast alles, der Rest kommt mit der Zeit ganz von allein. Zum Abschluss gibt’s noch Einen von Pennywise zum Mitgrölen und eine Zugabe bevor den FINAL KINGS das Feld überlassen wird. Das hier Potential vorhanden ist, hat auch das Label Heartbeatmedia erkannt und A FIGHT CALLED HOPE bei ihrer ersten 4-Song Demo unterstützt.
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Die FINAL KINGS stehen trotz längerer Abstinenz gewohnt routiniert und souverän auf der Bühne und liefern ein überzeugendes Set ab. Das Zuhören macht einfach schon deswegen Spaß, weil hier 5 gute Techniker auf der Bühne stehen, die vor allem mit sehr tightem Zusammenspiel begeistern und auf der Bühne ihre Leidenschaft äußerst dynamisch ausleben. Mit ihrem Bassisten Ben haben die FINAL KINGS auch die Rampensau des Abends in ihren Reihen, der nicht nur geile Slapping Solos bringt, sondern auch jegliche Form der nonverbalen Kommunikation mit dem Publikum beherrscht. Musikalisch bringen die FINAL KINGS ihre eigene Version des Crossovers mal wieder voll auf den Punkt. Die Eingängigkeit und emotionale Stärke von Hits wie „Großstadtkrieger“ oder „Lesson 1“ erreichen aber leider nicht alle Songs.
Zum Abschluss AMP, „das „Anplugged Metal Project“ aus dem Elztal. Die lockern das Ganze mit zwei Akustikgitarren, Percussion und viel Humor angenehm auf. Der Metal klingt bei AMP nur leicht durch, die Songs teils Cover, teils Eigenkompositionen sind durchgängig tanzbar und sehr unterhaltsam. Der perfekte Ausklang des Abends und sicher auch eine Band, die man nur weiterempfehlen kann.
Sebastian Drescher
Bildergalerie: Releasekonzert DESCEND TO RISE, 15.02.2008DESCEND TO RISE, FINAL KINGS, A FIGHT CALLED HOPE, AMP. Bilder von Robert... mehr lesen |










