10.06.2008 Heidelberg
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Winterkinder im Wunderland.
Nach den grandiosen BISHOPS gastierte am 6 Juni 08 der nächste, viel versprechende Newcomer aus England im kultigen Club „Zum Teufel“ in Heidelberg. Die WINTERKIDS aus Peaslake heizten mit dem „fresh-sten“ Mix aus New Wave, 60s Pop und Independent einem randvollen Laden mächtig ein.
Ein Ruf wie Donnerhall war den fünf hippen Teens von der Insel vorausgeeilt und der „Teufel“ wartete gespannt auf eine volle Ladung englischen Pop. Ein Vorband gab es diesmal nicht, stattdessen verbrachte man die Zeit mit den neusten Scheiben der Blitzlover DJs, bevor die WINTERKIDS gegen 22.30 Uhr die Verstärker aufdrehten.
Zum Auftakt gab es erstmal einen Hit! Die Hitsingle „Wonderland“ wurde energetisch und quietschfidel ins Publikum geschossen. Und Hits sollten in Fülle folgen. „Adore“ lies die Sonne schienen, „2 nights, 2 days“ bewegte jeden, der zwei Beine hatte und bei der Liebeskummerhymne „Honey, leave“ wollte man den „armen“ Sangesknaben nur noch fest an seine Brust drücken. Dieser bestach durch akrobatischste Bühnentanzeinlagen auf engstem Raum und wurde nur noch vom Gitarristen getoppt. So manches Mal dachte man, er würde sich beim wilden Hantieren mit dem Instrument mit dem Gitarrengurt strangulieren.
Die WINTERKIDS spielten sich harmonieverliebt und technisch einwandfrei durch ihren, an Maximo Park und den Rifles geschulten, Indiepop. Der Höhepunkt war am Ende ohne Zweifel das wunderschönes „Who am i Kidding“. Dreistimmig sangen und spielten sich die Fünf in himmlische Höhen und beendeten mit dem folgenden „Tape it“ ihr 50 minütiges Set. Mit „Brainwashed“ als Zugabe drehten sie den Energielevel noch mal auf Anschlag und am Ende war glückselige Zufriedenheit in allen Gesichtern.
Man muss vor den WINTERKIDS den Hut ziehen. Dass sie dem „alten Klepper“ U.K. Pop noch solch großartige Songs entreißen können ist spektakulär. Frischer und ungezügelter klangen selbst die Kaiser chiefs in ihrer Anfangsphase
nicht. Und live wird aus dem „nächsten Hype“ ein Orkan aus guter Laune und großen Songs, die man Wochen später noch im Ohr hat.
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Text: Christian Hautz
Fotos: Anika Meier


















