27.07.2008  Krefeld

Gehört: DEAR WOLF "The falldownstandup"



Dearwolf

Die Wölfe sind zurück.

 

In einer Zeit, in der sich in Lichtgeschwindigkeit junge und talentierte Bands gen Himmel aufmachen, hell erstrahlen und im nächsten Moment wieder verglühen, ist es eine Freude, auf einen Indierock-Fixsterne wie DEAR WOLF zu blicken. Dieser leuchtet schon seit den späten 80ern am Rockfirnament und schießt mit „The falldownstandup“ nach eben mal zehn Jahren Pause sein fünftes Album in die Umlaufbahn.

 

Zehn Jahre sind eine lange Zeit, die aber scheinbar spurlos am Sound des deutschen Quartetts vorbeigegangen ist. Songs wie „How did you know“ oder „For sure“ offenbaren nur allzu offensichtlich die Liebe zu vergangenen Sternenreitern wie der New Model Army oder Fury in the slaughterhouse. Von der dunklen, mal schmeichelnden, mal fast feindseligen Stimme des Sängers Alexander Clahsen bis zu den energisch nach vorne peitschenden Gitarren ist „The falldownstandup“ eine Demonstration zeitloser und kraftvoller Alternativerockmusik. Sei es das alte leise-laut Spiel bei „Sister Ray“ oder der ungestüme Hi-Energierock von „Life is a grand“, diese Songs SIND WIE DIE Sterne am Himmel: beständig, gütig herabblickend und im richtigen Moment betrachtet wunderschön.

 

Die Wölfe werden vielleicht bald wieder in den Wäldern verschwinden, aber nicht ohne uns mit „The falldownstandup“ eine gute Alternative zu all den NME be-hypten Achtelgitarrenhelden zu hinterlassen. Ein eigenes Sternbild ist ihnen schon mal sicher.

 

 

 

 

 

Christian Hautz