20.07.2010  Mannheim

The Intersphere Eine Band für große Shows und feine Clubkonzerte



The Intersphere

Bist du irgendwo in dir dieser musikverliebte, wird dich die Musik von the Intersphere aus Mannheim fesseln.

Ob nun frisch auf Tour oder ordentlich durchgetourt – die seit 2006 bestehenden the Intersphere sind schlicht und ergreifend Live zu empfehlen.

Eine Bühnenpräsenz die man sich abschauen möchte, professionelles Auftreten zum einen und unglaubliche Lieder zum anderen - Musik, die man erst einmal (er)finden muss, eine Lightshow die flasht.

So steht man da, geblendet von Nebel und Lichteffekten, sowie leicht berauscht von einem sphärischen Intro, welches für die kommenden 80 Minuten "Big-Beat-Progressive-Rock-u.v.m." sanft Spannung aufbaut.

 

Geht es dann los, weiß man erst gar nicht wo man hinzuschauen hat. Dies wird einem auch während des ganzen Konzerts nicht ganz klar, denn jedem einzelnen kann man interessiert zuschauen, wie er sein Puzzleteil in die Lieder rockt.

 

Macht man nun lieber die Augen zu und genießt und hört dem Lied zu? Oder lässt man sich doch von dem Schlagzeuger (Moritz Müller) so beeindrucken, das man vergisst, weiter mit dem Kopf zu nicken? Dieser in einem Zusammenspiel mit dem Bass (Sebastian Wagner), der drückt und der da ist aber so perfekt sitzt, dass man ihn dann doch immer wieder sucht um ihn logischerweise wieder zu finden.

Zwei Gitarren (Thomas Zipner, Christoph Hessler) - würde man sie Wände nennen, wäre das fast schon eine Beleidigung - spielen wunderschöne, harte bis weiche Riffs, auf angenehmste Art und Weise eingängige Melodien und so treffende Akzente, dass einem schon die Spucke wegbleibt.

Das Fünfte Instrument der Vier Musiker sind die mit ehrlicher von ruhiger bis rotziger Stimme gesungenen Texte von Christoph Hessler, ab und an sogar mehrstimmig hinterlegt und theatralisiert von feinem Backgroundgesang.

 

Der Inhalt ist groß. Selbst wenn man nicht jedes Vokabular versteht, was Live im Allgemeinen durchaus der Fall sein kann, ist man drin in den Liedern. Dank der Wortwahl, der Phrasen die da immer wieder herausstechen, dank des musikalischen Monuments drum herum, dank des „Texte singen“ und nicht nur „Lieder“.

Will man unbedingt Lücken finden, so kann man lange suchen – diese sind ausgefüllt mit einfahrenden Samples vor, in oder zwischen den Stücken.

Das alles präsentiert auf kleiner oder großer Bühne, mit einer Show die kein großes Gepose ist sondern einfach nur abgeht, passt und rockt. Sehr beeindruckend, sehr authentisch, sehr professionell und sehr sympathisch!

 

Tanzbar und Rockbar, the Intersphere surfen durch Ihr eigenens Genre und das mit glänzender Bravour.

 

Während man sich also beim Zuhören fragt, „wie zur Hölle halten Bass und Drums bei diesem gegenläufigen geilen Scheiß bloß das Timing und den Takt?! (z.B. Outro „Tear down the walls, Crime“) blitzt einen die Lightshow vom abschweifen wieder zurück in den Live Modus - zurück zu schönen Parts in toll arrangierter Ordnung im direkten Übergang ins ordentliche Chaos.

Wenig Ansagen und wenn dann nur soviel wie nötig. Sie spielen mit und für das Publikum und selbst wenn sie ersteres nicht bewusst tun würden, täten sie es trotzdem - die Liveshow der Intersphere zieht einen von A - Z in eine Atmosphäre, bei der man als Zuschauer lernt, was ein wirklich gutes Konzert ist und vor allem was Konzerte ausmachen sollten.

 

So muss ich 2 Fazite abgeben:

1. siehst du sie das erste mal Live, musst du vielleicht etwas Glück haben einen nicht zu kleinen Club zu erwischen, um dem vollen Sound einwandfrei zuhören zu können, doch auch in dieser Lokalität wird bis zum dritten Lied die Welt zwischen Inter- und Atmosphäre wieder hergestellt sein und es erwartet Dich garantiert ein gutes Konzert.

2. Kennst du the Intersphere schon aus deinem Player, wirst du das bekommen, was die wenigsten Bands geben: Musik die noch besser klingt als auf Platte! Und das bei Zwei Alben, die man sowieso schon an die schönste, unstaubigste und greifbarste Stelle im CD Regal stellen sollte. Das volle Programm - und voll als Synonym für „Yeah!“. Sie überzeugen. Eindeutig.

 

Das neue the Intersphere Album „interspheres<>atmospheres“ ist seit dem 19.02.2010 im Handel erhältlich und die Jungen Herren sind zur Zeit auf Tour.

 

Somit ist dies nicht nur eine Empfehlung, sondern eher ein muss:

 

Kerstin Schneider

 

 





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