29.11.2011 Köln
Gesehen: FLOGGING MOLLY im E-Werk Köln 2011
![]() Flogging Molly |
Sind Flogging Molly eigentlich irische Amerikaner, oder amerikanische Iren? Man weiß es nicht. Das aktuelle Album jedenfalls entstand irgendwo zwischen Detroit und Dublin und ganz im Zeichen der Weltwirtschaftskrise. Ein bei Iren gern gesehenes Thema, so scheint es.
Nun sind Flogging Molly auf großer Tour durch Deutschland und machten dabei auch Station in Köln. Im E-Werk, was angesichts der industriellen Vergangenheit der Location nicht passender hätte gewählt werden können.
Mit im Gepäck hatten Flogging Molly gleich zwei Vorbands, The Minutes und The Mighty Stef, beide aus der irischen Hauptstadt Dublin eingeflogen. Leider präsentieren sich beide etwas schwerfällig und wenig eingängig. Immerhin schaffen es The Mighty Stef etwas versoffenen Charme zu versprühen, wie man ihn bei irischen Bands für typisch hält.
Dem ausführlichen Vorprogramm entsprechend kamen Flogging Molly erst spät auf die Bühne, dafür aber gewaltig. Gleich mit dem ersten Song tanz der ganze Saal und dass sollte sich auch gute eineinhalb Stunden lang nicht mehr ändern. Flogging Molly spielen fast das gesammte aktuelle Album "The Speed of Darkness". Passend dazu zieht das abrissreife Gebäude, dass schon dei Promobilder zierte den Bühnenhintergrund und ein paar schummrige Lichterketten hängen von der Decke. Wirtschaftskrisencharme, auf den Frontmann Dave King gerne mit einer Dose Guinnes anstößt.
Neben aktuellen Stoff gab es aber auch altbewerte Klassiker auf die Ohren, wie zum Beispiel "Seven Deadly Sins" oder "Rebells of a Sacred Heart". Wer am Ende des Konzertes noch trockene Kleidung am Leid hatte hat an diesem Abend sicher etwas falsch gemacht. Die große Mehrheit der Zuschauer tanzte jedenfalls noch als Flogging Molly schließlich fertig waren und aus der Anlage des E-Werks "Always look at the bright side of life" ertönte.










