04.05.2010 Freiburg
Father Ed und My Angry Pony Live im White Rabbit
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Da schon die letzte Tour 2009 in diesem Package sich als ein in jeder Hinsicht erfolgreiches Unterfangen darstellte und mit dem Motto „Eat, Shit & Die“ die wirklich existentiellen Fragen des Tourlebens bestens zu beantworten wusste, geht es diesmal um die großen Geschichten der Liebe und Pferdezucht, die euch die sympathischen Freizeitphilosophen von Father Ed und My Angry Pony in die Gehörgänge brüllen. Da es auch sonst kaum etwas gibt, was Avantgarde-Death-Jazzer im hippiesken Liebestaumel und Kleinpferdeflüsterer im Satire-Kick-Ass-Rock’n’Roll-Wahnsinn voneinander trennen könnte, ist die Poor-Tour 2010 der Darlings der Freiburger Musikszene Father Ed und My Angry Pony für jeden Liebhaber schräger, psychedelisch-abgedrehter Stilverwurschtelungen in jedem Falle ein ziemlich halluzinogener Trip durch die Wunderwelt fehlgeschalteter Synapsen.
Wem noch nicht klar ist, auf was er sich da genau einlässt, hier die Zusammensetzung (+Risiken und Nebenwirkungen):
Father Ed
![]() Father Ed |
Beliebigkeitsversonnene Freizeitnihilisten zelebrieren avantgardistischen Deathjazzpop zwischen psychedelisch-halluzinogenen Soundwällen und arbiträr zusammengewurschtelten Frickelpassagen. Tranceartige Verlorenheit steigert sich in einen Refrain aus epischem Huahbellwinsel, nur um dem leidlich Lauschenden kurz darauf ironisch misanthrop die Schlechtigkeit der Außenwelt ins Gehör zu growlen. Die kleinen Schlawiner von Father Ed: Postmoderne Zyniker, aufgehoben in der schönen Welt neospießbürgerlicher Multikulturalität und doch so geerdet (sic!). The brutal revenge of the wimpodites! Nichts ist lustiger als der Ernst der Welt! Ein Abgesang auf den Abgesang, Avantgarde für Zögerer...
My Angry Pony
![]() My Angry Pony |
Sie sind der Alptraum jeder musikalischen Reitdressur, ein schräger Ausritt querbeet und querfeldein durch alle Alternativen jenseits von Normal, jenseits von Wendy-Pferdestallromantik und weit weg von „kennen wir schon.“ Ein geniales Konglomerat aus allen Genres subpopulärer Klangkultur, extravagante Collagen aus Punk, Reggae, Jazz, Deathmetal, Elektronik/Dance, Grindfunk, weird Circusmusic und den hinreissendsten Refrains seit Mike Patton bei den Beatles ausgestiegen ist. Hinter jedem Beat stecken zig musikalische Zitate, in jeder Melodie ein Anklang heroischer Rockgeschichte, überall lauert Ironie und doch ist das alles so ungestüm, unbekümmert und frisch, dass man mitgerissen wird und im gestreckten Galopp durch den Indiependent-Acker hoppelt. Dieser Sound hat keinen Stallgeruch denn My Angry Pony sind auf jeder Bühne zuhause und kaum lässt man die Zügel locker, gehen mit ihnen die Gäule durch. Seit ihrer Gründung 2008 haben sich My Angry Pony durch ihre konsequente Bühnenpräsenz zu den unumstrittenen Darlings der Freiburger Szene gemausert und das ist noch lange nicht das Ende...
Eintrtt an diesem Abend 5,-€






