Regiomusik das Musikportal: Nachgefragt: Mockemalör aus Berlin


23.09.2013  BERLIN

Nachgefragt: Mockemalör aus Berlin



Mockemalör

Der außergewöhnliche Bandname Mockemalör bedeutet so viel wie "schönes Missgeschick" und ist genauso widersprüchlich wie die Band selbst. Sie kombinieren feinste Indie-Electro Klänge mit alemannischem Dilekt aus dem Schwarzwald. Wer da an Volksmusik denk, liegt gehörig falsch. Am 01. Oktober veröffentlichen die vier Wahl-Berliner ihr Debüt-Album mit dem passenden Titel "Schwarzer Wald".

 

Jana: Hi Mockemalör! Ich hoffe ihr hattet einen guten Start in den Tag?

 

Mockemalör: Ja ganz wunderbar. Haben uns um 10 Uhr im Proberaum formiert und direkt "mockig" losgelegt.

 

Jana: Am 01. Oktober 2013 erscheint euer Debütalbum „Schwarzer Wald“. Was glaubt ihr, wie wird euer erstes Album beim Publikum ankommen?

 

Mockemalör: Gut hoffentlich! Unsere Musik ist in jedem Fall sehr eigen und die Platte ungemein kraftvoll geworden. Haben auch nix dagegen wenn das, was wir machen polarisiert. Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und haben uns nicht "reinreden" lassen.

 

Jana: Die erste Single des Albums wird „Gespenster“ heißen. Ihr habt den Song bereits in der Sendung „Kaffee oder Tee“ im SWR performt. Wird es noch ein richtiges Musikvideo geben? Wenn ja, dürft ihr schon etwas verraten?

 

Mockemalör: Ja, ein Musikvideo ist bereits in Arbeit. Ganz dem Titel getreu haben wir uns dafür eine ziemlich schaurig befremdliche Szenerie gewählt, so viel sei schon verraten.

 

Jana: Woher holt ihr eure Inspiration für das Schreiben der Songs?

 

Mockemalör: Aus den zwei Welten, die uns permanent begleiten. Der inneren, phantastischen Traumsequenzreichen Welt, ebenso wie der wesentlich lauteren, schnelleren manchmal harten Welt da draußen. Die Erfahrungen in beiden Welten liefern da reichlich Stoff.

 

Jana: Magdalena du bist die einzige Frau in der Band. Ist das manchmal schwierig oder sind die Jungs immer nett zu dir?

 

Magdalena: Ganz unkompliziert! Sehr entspannt. Ob das jetzt am Geschlecht liegt?

 

Jana: Wie seid ihr auf die Idee gekommen eure Songs auf Alemannisch zu singen. Was verbindet euch mit diesem Dialekt?

 

Mockemalör: Alemannisch ist der Heimatdialekt unserer Sängerin, sie kommt aus dem Schwarzwald. Mit ihrer Sprache besinnt sie sich auf ihre Wurzeln, das verschafft ihr eine besondere Kraft. Die Idee dazu kam während Magdalena an einem Theaterstück mit alemannischen Passagen geschrieben hat.

 

Jana: Ihr habt euch 2008 in Berlin kennengelernt und lebt auch hier. Ist es nicht manchmal schwer so weit weg von zuhause zu sein? Oder ist nicht gerade der Kontrast das Schöne?

 

Mockemalör: Kontraste sind auf jeden Fall inspirierend für uns, sie schaffen Spannungen, die entladen wir dann in unserer Musik. Heimweh haben wir auch manchmal. Wir wollen Berlin aber in keinem Fall missen.

 

Jana: Ende September geht ihr auf Tour durch die Schweiz und Deutschland. Die meisten eurer Auftritte sind jedoch in Süddeutschland, gibt es dafür einen Grund?

 

Mockemalör: Dort haben wir uns bereits eine treue Hörerschaft erspielt. Die zieht immer größere Kreise, das freut uns natürlich sehr.

 

Jana: Was können die Zuhörer erwarten, wenn sie ein Konzert von euch besuchen?

 

Mockemalör: Im besten Fall einen Abend der berührt und Energie gibt. Der einfach Freude macht.

 

Jana: Gibt es bereits Pläne für weitere musikalische Projekte?

 

Mockemalör: Ah wir sind ja gerad erst am Anfang. Wir haben 1001 Ideen was wir Mockis noch zusammen anstellen können. Es bleibt also spannend.

 

Jana: Was ist euer Lieblingsort in Berlin und wieso?

 

Mockemalör: Die Brücke in der Monumentenstraße, die direkt auf den Kreuzberg zuläuft. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Skyline von Berlin. Von da aus sieht die Stadt immer schön aus, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit.

 

Jana: Herzlichen Dank für das Interview. Eine letzte Frage noch: wenn ihr die Möglichkeit hättet mit einem Künstler oder einer Band zusammenzuarbeiten, wer wäre das?

 

Mockemalör: Spannend wäre jede Zusammenkunft, die kontrastreich ist. Unser Produzent kommt zum Beispiel aus der "Hip-Hop"-Ecke. Das hat uns bei der Arbeit an dem Album neue Türen geöffnet. Cool wäre es auch mal den Soundtrack für einen Spielfilm zu machen!

 








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