10.04.2009 London
Gehört: WHITE LIES "To lose my life"
Fröhliche Joy Division
![]() White Lies |
Wie hätte es wohl geklungen, wenn Joy Divison einmal gute Laune gehabt und Songs für das Stadion geschrieben hätten? Die WHITE LIES geben mit ihrem im April 2009 erschienenen Debüt „To lose my life“ eine gute Vorstellung davon.
Songs wie die erste Single „Death“ oder das jubilierende „Farewell to the playground“ vereinen die einnehmende Atmosphäre der Band um Ian Curtis mit der verhalltenen Melodieseligkeit der Editors und dem Breitwandsound von U2. Auch wenn es textlich in erster Linie um Verlust und Tod geht, die WHITE LIES verlieren sich selten in lebensmüder Traurigkeit. Songs wie das Titelstück „To lose my life“ stecken stets voller Hoffnung und betören mit wunderschönen Harmonien und makellosen Arrangements.
Was den Killers bei den letzten beiden Alben nicht mehr richtig gelang, gelingt den WHITE LIES fast mühelos: große Songs zu schreiben, die ins Stadion passen und nicht in kitschigen Bombast ertrinken. Ein durchweg stimmiges und gelungenes Werk.
Christian Hautz


